Die Vision für die Zukunft des Blaugrünen Rings

Nach insgesamt drei Bürgerbeteiligungen und zwei jeweils zweitägigen Sitzungen des Preisgerichts im März und Dezember 2019 stehen die Sieger des internationalen stadtplanerischen Wettbewerbs fest:

  • 1. Preis: FLOW – Ideas never stop
    raumwerk, Frankfurt a.M. mit Seehof Gesellschaft für Kunst im urbanen Raum, Frankfurt a.M.
    (Entwurf Nr. 1061)
  • 2. Preis: Düsseltreffpunkte
    mk landschaft, München
    (Entwurf Nr. 1052)
  • 3. Preis: Allee – Allez
    Atelier Fritschi + Stahl, Düsseldorf
    (Entwurf Nr. 1057)

Darüber hinaus wurden folgende Anerkennungen ausgesprochen:

  • 03 Architekten, München mit realgrün Landschaftsarchitekten, München (Entwurf Nr. 1055)
  • Topotek 1 GmbH, Berlin,Zürich (Entwurf Nr. 1066)
  • A24 Landschaft Landschaftsarchitektur, Berlin mit Sandhaus Baukunst, Berlin (Entwurf Nr. 1054)
  • Eller + Eller Architekten, Düsseldorf mit Pola Landschaftsarchitekten, Berlin (Entwurf Nr. 1063)
  • HOLZWARTH Landschaftsarchitektur, yellowz urbanism architecture, Berlin mit ARGUS Stadt und Verkehr, Hamburg (Entwurf Nr. 1058)

Die mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichneten Arbeiten bilden die Grundlage für den weiteren Planungsprozess bis zur Umsetzung. Ab 2020 startet die Konkretisierung des Projektes.

Die Entwürfe in kompakter Form:

Düsseldorfs Blaugrüner Ring

Mitten im Herzen Düsseldorfs, verbunden mit dem Rhein, schlummert durch den Bogenschlag über Ehrenhof, Hofgarten, Königsallee, Ständehauspark und Spee’schen Graben, eine einzigartige Flanier- und Kulturmeile: der Blaugrüne Ring.

Hier präsentieren sich, eingefasst von grüner Achse und blauem Strom, viele der kulturellen Hochkaräter unserer Stadt – Museen, Konzertsäle, Kunstakademie, Bühnen und Galerien – auf kurzer Strecke.

Der Blaugrüne Ring ist im Alltag und für Besucher der Stadt jedoch nur schwer erkennbar: Die Kulturikonen sind – trotz aller Nähe – im Stadtbild als Solitäre verankert und fügen sich noch nicht zu einem ganzheitlich erlebbaren Bild zusammen. Um das zu ändern, ist eine Initiative von Oberbürgermeister Thomas Geisel auf den Weg gebracht worden. Sie verfolgt das Ziel, den öffentlichen Raum und die Kultureinrichtungen zu einer erleb- und wahrnehmbaren Stadt- bzw. Kulturlandschaft zu verbinden.

Internationaler Wettbewerb

Auf der Grundlage einer breiten Bürgerbeteiligung wurde Ende 2018 ein städtebaulicher, freiraumplanerischer und künstlerischer Wettbewerb ausgerufen. Ein internationales Teilnehmendenfeld aus insgesamt 60 Expertenteams nahm sich folgende Aufgabenstellung vor: eine Vision für eine attraktive, spürbare Kulturlandschaft der Zukunft finden.

Der Wettbewerb besteht aus zwei Phasen.

Phase 1:
46 Konzepte (14 Teams reichten nicht bzw. nicht wettbewerbskonform ein) wurden Anfang März 2019 im Zuge einer weiteren Bürgerbeteiligung öffentlich präsentiert. Anfang April wurde das Teilnehmendenfeld auf 16 Teams reduziert, deren konzeptionelle Leitgedanken, Handlungsfelder und Ideen für die Zukunft des Blaugrünen Rings Bürgerschaft und Fachjury am meisten überzeugt hatten.

Phase 2:
Bis Anfang Oktober 2019 konnten die 16 im Wettbewerb verbliebenen Expertenteams ihre Konzepte weiter ausarbeiten und konkretisieren. Durch die aktuelle Beteiligung besteht für die Bürgerinnen und Bürger Düsseldorfs die Möglichkeit, die finalen Entwürfe zu kommentieren. Unter Einbeziehung dieses Feedbacks wird die berufene Fachjury den bzw. die endgültigen Gewinner ermitteln und im Dezember 2019 bekanntgeben. Ab dem 16. Dezember werden die siegreichen Entwürfe im Foyer des Kunstpalastes öffentlich zugänglich sein.

 

Die ersten beiden Bürgerbeteiligungen

Interessierte und engagierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer hatten im Zuge des Projekts bisher zweimal die Gelegenheit, ihre Sicht auf den Blaugrünen Ring und seine Zukunft zu teilen. Sowohl im Sommer 2018 als auch im Frühjahr 2019 war das Engagement der Bürgerschaft überwältigend, was sich in Tausenden von Beiträgen und Kommentaren manifestierte.

Dokumentation erste Bürgerbeteiligung

Du und der Blaugrüne Ring – unter diesem Motto stand die erste Bürgerbeteiligung, die zwischen dem 11. Juli und 30. September 2018 durchgeführt wurde. Interessierte und engagierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer hatten online wie offline die Gelegenheit, ihre Sicht auf den Blaugrünen Ring zu teilen. Was sind Lieblings- bzw. Negativorte? Zu welchen Anlässen hält man sich auf den Flächen des Rings auf, welche Wege werden genutzt bzw. wo werden Barrieren empfunden. Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt des Interesses.

Ergebnisse Online-Befragung (PDF)
Ergebnisse Befragung im Zuge von Stadtführungen (PDF)
Ergebnisse Befragungen bei Events auf den Flächen und Plätzen des Rings (PDF)

Dokumentation zweite Bürgerbeteiligung

Die Entwürfe der ersten Wettbewerbsphase wurden zwischen dem 20. und 27. März 2019 auf großen Schautafeln rund um das Ratinger Tor öffentlich ausgestellt. Sie konnten dort von allen Interessierten begutachtet und kommentiert werden. Auf digitalen Bildschirmen waren die Entwürfe zudem im Erdgeschoss des südlichen Flügel des Ratinger Tors zugänglich. Das Tor diente als zentraler Anlaufpunkt und temporäres Projektbüro.

Dokumentation Phase 2 (PDF)

 

Impressionen

Häufige Fragen

Wie wird die Vision entwickelt?

Die Vision wird im Zuge eines international ausgeschriebenen Wettbewerbs entwickelt, der sich an Fachbüros der Bereiche Architektur sowie Stadt- und Raumplanung richtet. Gestartet im Juli 2018 wird der Gesamtprozess bis Ende 2019 dauern.

In der ersten Phase (Juli bis November 2018) geht es darum, diesen Wettbewerb inhaltlich vorzubereiten und die Ausschreibungsunterlagen zu erstellen.

In der zweiten Phase (Dezember 2018 bis Juli 2019) arbeiten die am Wettbewerb teilnehmenden Fachbüros an ihren Ideen und Entwürfen. Parallel dazu erfolgt eine vertiefende Beteiligung der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger. Am Ende dieser Phase werden durch eine Fachjury die Wettbewerbsbeiträge ausgewählt, die es in die nächste Runde schaffen.

Zwischen Juli und November 2019 finalisieren die im Wettbewerb verbliebenen Fachbüros ihre Entwürfe – auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse der vertieften Bürgerbeteiligung.

Im Dezember 2019 erfolgt schließlich die Auswahl der Siegerentwürfe.

Wer begleitet dieses Verfahren?

Projektteam:
Unter der Federführung des Stadtplanungsamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf arbeitet ein übergreifendes Projektteam aus dem Büro des Oberbürgermeisters, dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt, der Düsseldorf Marketing GmbH und Vertretern der Düsseldorfer Kultur vernetzt zusammen.

Projektverantwortung:
Landeshauptstadt Düsseldorf
Der Oberbürgermeister

Frau Orzessek-Kruppa

Stadtplanungsamt Düsseldorf
Brinckmannstraße 5
40225 Düsseldorf
Webseite: duesseldorf.de/stadtplanungsamt
E-Mail: blaugruener-ring@duesseldorf.de
(Betreff: Blaugrüner Ring)

Was passiert mit meinen Beiträgen?

Alle Beiträge werden aufgenommen und bei einer Dopplung gebündelt. Die Inhalte der Beteiligung dienen als Grundlage für einen international ausgeschriebenen Wettbewerb, an dessen Ende die neue städtebauliche Vision des Blaugrünen Rings stehen soll. Im Zuge dieses Wettbewerbs entstehen aus den gesammelten Beiträgen Handlungsbedarfe, Ideen und Projektvorschläge. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen, an der Entwicklung Düsseldorfs mitzuwirken.

Warum werde ich geduzt?

Siezen oder Duzen ist eine äußerst heikle Frage. Wir haben uns bei der Bürgerbeteiligung für das freundschaftliche „Du“ entschieden.

Die persönliche Ansprache wird in den Kommunikationsmedien verwendet. Die direkte Ansprache soll auffordernd wirken, selbst Position zu beziehen und eine eigene Meinung zur Zukunft der Stadt zu haben. Unsere Erfahrungen aus vielen anderen Dialogverfahren haben gezeigt, dass das persönliche „Du“ die Distanz verringert und so die Kommunikation erleichtert.

Wir wollen natürlich nicht unhöflich wirken. In den direkten Gesprächen auf unseren Veranstaltungen und an den Dialogständen siezen wir die Menschen selbstverständlich.